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Big Picture – Von oben betrachtet sehen Dinge anders aus

Zuletzt führte mich eine Städtereise mit meiner Frau Anita nach Paris. Als wir ankamen, machten wir uns gleich zum „Tour d‘ Eiffel“ – dem Eiffelturm – auf und bewunderten von der obersten Plattform aus Paris. Wir verschafften uns einen Überblick, sahen, wo Mont Martre liegt, wie die Seine verläuft, wo die Notre Dame ist und legten uns einen Plan für die Besichtigung dieser und weiterer Sehenswürdigkeiten zurecht.  Als wir anschließend dem Plan Taten folgen ließen und durch die Stadt gingen, waren wir froh, uns vorher eine Übersicht von oben – ein Big Picture – verschafft zu haben, denn sonst wäre uns eine so ausgeklügelte Besichtigungsstrategie mit der optimalen Route nicht gelungen.

Wie oft verschaffen Sie sich einen Blick von oben auf Ihr Unternehmen und kreieren Ihr Big Picture? Oder stellen sich die Frage: was haben eigentlich meine Kunden von mir und meinem Unternehmen?

Oft ertappe ich mich dabei, wieder zu sehr im System zu arbeiten, also mich mit administrativen Tätigkeiten herumzuschlagen, als am System zu arbeiten, sprich mir Strategien zu überlegen, wie ich meine nächsten Aufträge gewinne und wie es gelingt, langfristig für meine Kunden als Partner sowie als Unternehmen attraktiv zu sein.

Peter F. Drucker, österreichischer Wirtschaftsökonom, der nach Amerika ausgewandert ist und dort zu einem der weltweit meist zitierten „Management-Papst“ wurde, sagt:

Es ist besser, die richtige Arbeit zu tun (= Effektivität)
als eine Arbeit „richtig“ zu tun (= Effizienz)

Nehmen Sie sich 15 Minuten Zeit, und notieren Sie sich Ihre 3 wichtigsten Punkte an Ihrem „System“ zu arbeiten und dort das Richtige zu tun! Dazu gleich Ihre Erfolgsanleitung zu Ihrem persönlichen Big Picture:

Legen Sie ein Blatt Papier (A4) quer vor sich hin und schreiben Sie folgende Unternehmensformel für Ihr Big Picture auf:

Ressourcen + Ziel/e + Strategie/n + Struktur und Organisation + Unternehmenskultur und Verhalten = Funktion am Markt + Existenzgrund für Kunden

Nun starten Sie die Zeit (15 Minuten). Stellen Sie sich zum ersten Hauptfaktor folgende Frage und notieren Sie sich auf einem zweiten Blatt Ihre Erkenntnisse:

  • Welche Ressourcen brauche ich/das Unternehmen, um eine für Ihre Kunden unverwechselbare Funktion am Markt und dadurch einen Existenzgrund für Ihre Kunden zu erfüllen?

Dann stellen Sie sich diese Frage zum zweiten Hauptfaktor:

  • Welche/s Ziel/e brauche ich/das Unternehmen, um eine für Ihre Kunden unverwechselbare Funktion am Markt und dadurch einen Existenzgrund für Ihre Kunden zu erfüllen?

Zum dritten Faktor:

  • Welche Strategie/n brauche ich/das Unternehmen, um eine für Ihre Kunden unverwechselbare Funktion am Markt und dadurch einen Existenzgrund für Ihre Kunden zu erfüllen?

… und so weiter mit den nächsten Hauptfaktoren und derselben Frage, bis Sie Ihre Antworten zu allen Faktoren haben.

Je nachdem, wie kurz-, mittel- und langfristig Sie bei den Fragen in die Zukunft gedacht haben, werden Sie nun wertvolle Ergebnisse für Ihre Arbeit am System vor sich liegen haben, um das Richtige zu tun. Möglicherweise waren diese 15 Minuten unter den besten, die Sie in sich und Ihr Unternehmen jemals investiert haben.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung,

Ihr
Alois Widena

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